Birnen-Mandel-Kuchen oder Ode an die Birne

19. November 2017
Birnen-Mandel-Kuchen oder Ode an die Birne

»Lütt Dirn, Kumm man röwer, ick hebb ’ne Birn.«  – schon Herr von Ribbeck auf Ribbeck aus dem schönen Havelland war ein Liebhaber der leckeren Frucht. Dieser Birnen-Mandel-Kuchen ist selbst ein kleines Gedicht mit der Birne in der Hauptrolle – einfach aus dem Ofen gezaubert und saftig-lecker. Ich habe für den Kuchen zweierlei Birnensorte gemischt – Williams Christ und Nashi. Das könnt Ihr ganz nach Eurem Geschmack anpassen. Und auch andere Obstsorten setzt dieser bodenständige Mandelteig in Szene, es darf also kreativ werden!
P.S.: Handrührgerät und Küchenmaschine dürfen bei dem Kuchen mal Pause machen. Hier geht alles mit bloßer Muskelkraft – wie damals bei Herrn Ribbeck.

Zutaten

Für den Teig:
350g Mehl
1 TL Backpulver
160g Zucker
50g gemahlene Mandeln
1/2 TL Vanillepulver (alternativ 1 Pk. Vanillezucker)
2 Eier
120ml Birnensaft
125g Butter (geschmolzen)
3-4 Birnen (gemischte Sorten, ca. 650g)

Für die Glasur:
120g Puderzucker
3-4 EL Birnensaft

  65-75 Minuten
  170°C Ober-/Unterhitze
  Kastenform

 

Zubereitung

1. Den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform leicht fetten und mit Backpapier auslegen. Das Mehl, Backpulver, Zucker und gemahlene Mandeln in einer Schüssel vermischen.

2. Birnen schälen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen. In einer zweiten Schüssel Eier, Birnensaft, Vanillepulver und geschmolzene Butter verquirlen.

3.  Die flüssige Ei-Mixtur zum Mehl geben und behutsam unterheben bis geradeso eine geschmeidige Teigmasse entstanden ist. Die Birnenwürfel zufügen und ebenso unterheben.

4. Den Teig gleichmäßig in die vorbereitete Form geben und glatt streichen. Bei 170°C für 65-75 Minuten im Ofen backen bzw. bis die Holzstäbchen-Probe ohne klebrige Teigreste grünes Licht gibt. Nach dem Backen 15 Minuten in der Form stehen lassen, dann aus der Form heben und auf einem Rost vollständig auskühlen lassen.

5. Puderzucker in eine Schale sieben und mit Birnensaft zu einer Glasur verrühren. Den Guss auf den vollständig ausgekühltem Kuchen geben und verstreichen.
Nun kann der Kuchen noch nach Lust und Laune verziert werden, zum Beispiel mit essbaren Blüten wie bei mir, (gerösteten) Mandelblättchen, karamellisierten Mandelstiften oder wonach Euch sonst so der Sinn steht.

Tipp: Zu Beginn lieber sparsam mit dem Saft sein, um den Guss nicht gleich zu dünn werden zu lassen. Wenn Ihr einen vollen, dicken Guss möchtet, nur soviel Saft einrühren, dass die Glasur fast noch zu dickflüssig scheint – auf dem Kuchen zerläuft sie dann doch immer noch mehr als man denkt.

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5 comments

Jeanette 22. November 2017 - 9:26

Sieht Mega ansprechend aus! In meinem Kopf hatte ich ein ganz anderes Bild vom „schnöden“ Sonntagskuchen. Der Block und deine Kuchen können was! Viel Erfolg!

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sonntagskuchen 23. November 2017 - 8:46

Danke für den lieben Kommentar! Ich hoffe, Du schaust öfter vorbei und lässt Dich von noch mehr gar-nicht-schnöden Sonntagskuchen überraschen 😉

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Tikamana 25. November 2017 - 20:35

OMG der zieht großartig aus – tolle Bilder. Ich MUSS ihn einfach ausprobieren!

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Phillip 13. Januar 2018 - 20:33

Ich habe den Kuchen nachgebacken und der war super lecker und einfach zu backen, auch für mich als Backlaie. Der Kuchen war super schnell ratze, putze Leer. Danke für das tolle Rezept!

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sonntagskuchen 20. Januar 2018 - 18:49

Das freut mich! Ich hoffe, es bleibt nicht der letzte Snnntagskuchen, den Du nachbackst 😉

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